Zurück zur Homepage

News-Archiv

Aktuell

Was es Neues zu berichten gibt.

Besuch des Theaterstücks ‚1984‘

Besuch des Theaterstücks ‚1984‘

Studierende des 5. Semesters besuchten mit ihren Lehrkräften Frau Weiss und Herrn Cirkel das Theaterstück ‚1984‘ am 16.03.2026 im Savoy Theater in Düsseldorf.

Die Studierenden warten auf den Beginn des Theaterstücks.

Glücklicherweise fand unser Theaterabend in einer Woche statt, in der die Bahnen zwischen Wuppertal und Düsseldorf verkehrten. Aber auch mit dem Schienenersatzverkehr hätten wir selbstredend den Weg ins Savoy Theater in Düsseldorf auf uns genommen, um die Inszenierung von George Orwells 1984 durch die American Drama Group Europe zu sehen. Obwohl wir uns im Rahmen unserer Dystopia-Reihe im Englischunterricht hauptsächlich mit dem Roman The Road von Cormac McCarthy befassen, wollten wir die Gelegenheit nicht verpassen, Orwells Klassiker als Drama zu sehen.

So warteten wir gespannt in der stilgerechten Kulisse des Theatersaals auf den Beginn des Stücks, um endlich zu sehen, wie Orwells Roman auf der Bühne umgesetzt werden würde. Wir mussten uns noch einen Moment gedulden, weil einige SchülerInnen aus einer der vielen anwesenden Schulklassen noch ein Geburtstagsständchen für einen Mitschüler anstimmten. „Das kann ja heiter werden,“ dachten wir uns.

Aber plötzlich tönten Klatschgeräusche von der Bühne und es wurden still im Saal. Und dann begann der Schauspieler, der unter anderem die Figur des O’Brien verkörperte (die fünf Darstellenden übernahmen allesamt mehrere Rollen), zu sprechen. Seine tiefe, den Raum durchdringende Stimme und seine natürliche Bühnenpräsenz bewirkten sofort eine nachhaltige Aufmerksamkeit im Saal. Und auch die übrigen vier Darstellenden überzeugten. Mit einfachen Kostümen, wenigen Requisiten und sechs Stellwänden, die nach Erfordernis gedreht, geklappt oder geschoben wurden, gelang es der Truppe, die düstere Geschichte von 1984 anschaulich und ergreifend zu verbildlichen. Grotesk ging es gerade zu Anfang her, etwa bei der Folterszene in Raum 101 (die Geschichte wurde rückblickend erzählt), als zwei Schauspielende mit Rattenmasken ausgestattet auf den auf der Bank liegenden Winston Smith kletterten. Das Lachen blieb uns an weiteren Stellen der Inszenierung im Halse stecken, auch zum Beispiel, als die Darstellenden in schönster Harmonie über das Gelingen des totalitären Staates unter Big Brother sangen oder als sie sich zu uns ins Publikum gesellten und wir uns einen Moment sorgten, dass wir angehalten würden, uns aktiv am Two-Minute Hate zu beteiligen.  

90 Minuten waren schnell vorbei, dann applaudierten wir anhaltend und lautstark. Auf dem Heimweg waren wir uns einig: eine mehr als gelungene Inszenierung durch eine talentierte Truppe!  

(Text: Wei)

Archiv